Ausbildung eines Trüffelhundes

Gestern war ich mit Eva und ihrem Hund Rania aus Griechenland unterwegs. Eva hat voriges Jahr mit ihrem Hund am Grundkurs 1 zum Trüffelsuchen bei mir teilgenommen. Corona bedingt konnte ich keinen Grundkurs 2 anbieten und deshalb habe ich Eva bei gemeinsamen Suchgängen geschult.

Wenn ich merke, dass Teilnehmer aus meinen Grundkursen weiterkommen wollen und mit ihren Hunden trainieren, bin ich immer bemüht diese zu unterstützen und auch bei meinen Exkursionen mitzunehmen. Dies war auch hier bei Eva, obwohl diese in Landau wohnt, der Fall.

Gestern konnte ich nun feststellen, dass Rania inzwischen in der Lage ist selbständig in der freien Natur Trüffel zu finden, auch ohne dass Candy vorsucht.

Candy und ich brauchen also Rania nicht mehr zu unterstützen.

Viel Erfolg Rania!

4. Exkursion mit Trüffelhund Candy

Die 4. Exkursion führte uns im Auftrage der VHS Saarlouis am Sonntag in das Gebiet bei Schwalbach im Saarland. Es war am Anfang sehr schwierig Candy zum Trüffelsuchen zu bewegen, da hier vorher wohl einige wohlriechende Rüden unterwegs waren. Aber nach den anfänglichen Schwierigkeiten lief es immer besser und am Ende wollte sie eigentlich noch weitersuchen, aber ein Regenschauer zwang uns zum Aufbruch und somit endete die Trüffelsuche abrupt.

Die Ausbeute war erfolgreich: die 166. Trüffelart wurde gefunden: Pachyphloeus nemoralis. Also doch noch ein sehr erfolgreicher Tag!

Funde: 3 Pachyphloeus und 5 Elaphomyces; diese in 5 verschiedenen Arten, aber alle leider vorher schon gefunden.

3.Exkursion mit Trüffelhund Candy

Am Samstag haben wir uns über die VHS Saarbrücken mit Interessenten im Wald getroffen. Für mich war die Frage offen, ob Candy überhaupt suchen würde, da sie in der Standhitze war; aber Gottseidank gab es hier wenig Hunde und so lief die Suche ruhig und erfolgreich ab: 7 Trüffel konnte ich mit nach Hause nehmen, für dort zu bestimmen: es handelte sich hier überwiegend um Hymenogaster und Elaphomyces.

2. Exkursion mit Trüffelhund Candy

am 25.09.2021 gingen Candy und ich mit einer Gruppe Interessenten im Raum Blieskastel, Saarland, auf die Suche. Dieses Mal fand Candy keine 14 Trüffel sondern nur 5.

Hierunter allerdings zu meiner Freude 1 neue Art (Glomus macrocarpum) und das obwohl von Candy bereits vorher 164 Arten gefunden wurden. Auch fand Candy eine infizierte Hirschtrüffel (Elaphomyces granulatus) mit zerstörten Sporen, etwas was ich vorher noch nicht gesehen hatte.

Den Interessenten habe ich während unseres Spazierganges vieles über Trüffel erzählt; auch sie waren am Ende sehr von der Exkursion angetan.

Seminar Trüffelsuche mit Hund 18.09./19.09.21

am Wochenende fand in Merzig, Saarland, mein Hundeseminar statt. Die Teilnehmer kamen alle von etwas weiter her; aus der Gegend von Frankfurt, Kaiserslautern und Freiburg.

Nur mein Trüffelhund Candy war nicht so ganz glücklich. Samstags werden von mir für jeden Teilnehmer 4 ganze Trüffel (Tuber aestivum) um einen Baum vergraben. Am Sonntagmittag ist dies das Highlight des Seminars für die Hunde; jeder gräbt seine 4 Trüffel aus. Die Trüffel, die nicht gefunden werden, erledigt dann Candy, damit jeder Teilnehmer mit seinen 6 ganzen Trüffel heimfahren kann.

Dieses Mal hatten wir einen so talentierten Hund dabei, dass dieser Candy arbeitslos machte und alle noch fehlenden Trüffel fand. Der Blick meiner Hündin war sehr vorwurfsvoll.

Trüffelsuche mit Hund Candy

am 28.08.2021 fand meine 1. Exkursion mit Trüffelhund Candy in Zusammenarbeit mit der VHS St. Ingbert Zw.Stelle Rohrbach/Hassel im Wald bei Wittersheim statt. Nach einer durch einen Regenschutt bedingten etwas längeren Einführung in das Thema Trüffel im Saarland ging es los. Bei unserem Gang durch den Wald erschnüffelte Candy nach und nach 14 Trüffel, die sie auch ausgrub. Sie erstaunte damit die Teilnehmer, die nicht glauben wollten, dass es in unseren Wälder im Saarland so viele Trüffel zu entdecken gibt.

Seltene Trüffelarten -Hydnotrya michaelis

Finderglück oder Können?
Sehr seltene Trüffelarten nachgewiesen
Eine kleine Sensation ist das schon, denn mit Funden von verschiedenen Rasentrüffeln (Hydnotrya michaelis und Hydnotrya confusa) gelang Gabi Wenk vor wenigen Tagen gleich zwei Nachweise von noch nie im Saarland nachgewiesenen Trüffelarten. Sie gehören zwar nicht zu den besonders begehrten Speisepilzen, was aber die Entdeckerfreude nicht schmälert. Die geheimen Fundstellen in der Region um Mettlach werden außer der FGH nur den „Pilzfreunden Saar-Pfalz“ sowie der obersten Naturschutzbehörde gemeldet. Von dieser hat sie eine Ausnahmegenehmigung, um auch Trüffeln der Gattung Tuber der Natur für Bestimmungszwecke entnehmen zu dürfen. Im Winter 2017 begann die Völklingerin mit ihrer Hündin Candy die Grundausbildung zum Trüffelsuchteam und nahm ab da jeden Monat an Weiterbildungsveranstaltungen der Deutschen Trüffelschule im In- und Ausland teil. Inzwischen hat Sie die Prüfung zur Aufnahme in der Forschungsgruppe Hypogäen abgelegt, gibt selbst Kurse zur Trüffelsuche mit Hund und berät Interessenten über den Trüffelanbau im Saarland.  
Wer glaubt Trüffel bei seiner Arbeit im Garten oder anderswo gefunden zu haben, kann sich zur Begutachtung an Frau Wenk über 0170-3806033 wenden.

Hydnotrya michaelis
Hydnodrya michaelis